Über 70 Aktive 'trauten' sich die Teilnahme an unseren Stadtmeisterschaften am 2. Dezember. Ganz besonders bemerkenswert dabei: Der jüngste Teilnehmer war 8 und der älteste 79 Jahre alt. Dass es zum ersten Mal Teilnehmer in der Altersklasse 65plus gab, macht die Kletter-Stadtmeisterschaft zum Generationenprojekt. Der Tag ist wohl nicht fern, da starten aus einer unserer vielen Kletterfamilien Oma und Enkelin hier gemeinsam.
Möglich wird dies, weil bei uns sowohl das Angebot für Kinder und Jugendliche als auch das für ältere Menschen sehr gut ist und sehr gut angenommen wird. Jeden Dienstagmorgen sind die kletternden Senioren im Einsatz und die Halle ist voll. Voll mit sportlich aktiven Menschen, die zeigen, das Klettern wirklich ein Sport fürs ganze Leben ist.
Trotzdem hat es einige Überzeugungsarbeit gekostet, einige SeniorInnen zum Mitmachen zu bewegen. Wettkampf steht im fortgeschrittenen Alter für die allermeisten nicht so im Focus, sondern schreckt eher ab. Aber unsere Stadtmeisterschaft ist ja ein Spaß- und Jedermann-Wettkampf. Die sechs Teilnehmer in der Alterklasse 65plus waren auf jeden Fall begeistert von unserem Event und stolz auf ihre Leistungen. Die treibende Kraft hinter unserem Seniorenklettern, Manfred Hauck, hat fürs nächste Jahr schon mal deutlich steigende Teilnehmerzahlen angekündigt. Da nehmen wir ihn natürlich beim Wort.
So wie wir alle von ihrem Mitmachen und ihren Kletterleistungen beeindruckt waren, liessen sich auch die Senioren von den sportlichen Leistungen der Jüngeren begeistern. Insbesondere das abschließende Superfinale mit den Bestplatzierten aus den Altersklassen bis 18, 19 bis 40 und 41 bis 65 bot wirklich tollen Sport. Die spektakuläre Route, bestehend aus einer technisch anspruchvollen Wandkletterei (ca. 8-) und einem langen Dach über zwei große Volumen (ca. 9+) fand am Ende keinen Bezwinger. Ganz kurz vorm Top musste auch der diesjährige Stadtmeister Jan Carlsen loslassen. Nur drei Züge weniger hatte zuvor Joachim Tensing geschafft. Beide demonstrierten, unter dem Beifall der erfreulich zahlreichen Zuschauer, modernes Sportklettern auf hohem Niveau. Auch Sofie Paulus, Gesamtsiegerin bei den Damen, Urs Leuthäusser, Sieger bei den Jugendlichen, und Martin Rüger, Sieger in der Ü40, waren bis weit ins Dach vorgedrungen, scheiterten aber an einer komplexen Passage am zweiten Volumen.
Nach dem spannenden Finale, der Siegerehrung und der schon traditionellen Preisverlosung von Simone wurde gemeinsam gefeiert und ausgiebig über die vielen neu entstandenen Kletteraufgaben diskutiert. Jeder bzw. jede, die nicht aufgelaufen ist, hat was verpasst …


Kommentar verfassen

(*) Pflichtfelder